Das Bett ist schon sehr alt, war der Mensch doch schon immer bestrebt, möglichst bequem und komfortabel zu schlafen. Schon bevor der Mensch sesshaft wurde, baute er sich ein weiches Nest aus Gras und Stroh, um so bequem und warm wie möglich zu schlafen. Als er sesshaft wurde, dauerte es nicht mehr lange und erste einfache Liegen dienten als Betten.
Sehr schön verzierte und mit Blattgold überzogene Liegen kann man beispielsweise als Beigabe in verschiedenen Pharaonengräbern bestaunen. Die Betten entwickelten sich je nach den einzelnen Bedingungen, die sie erfüllen mussten weiter, sodass im Laufe der Zeit verschiedene Modelle entstanden.
Beispielsweise aßen die Griechen und Römer im Liegen, sodass die Betten auf einer Seite mit einer hohen Lehne versehen war, an die man sich bequem anlehnen konnte.
Im Mittelalter begannen sich sogenannte Prunkbetten herauszubilden für die oberen Bevölkerungsschichten. Diese waren aufwendig mit Holzschnitzereien verziert und mit kunstvollen Stoffen geschmückt. Im Mittelalter entwickelte sich auch das sogenannte Himmelbett. Dieses Bett hatte verlängerte Pfosten auf die ein Bettdach befestigt war sowie Vorhänge, sodass das Bett einen abgeschlossenen Raum bildete. Das sollte nicht nur die Wärme im Bett halten auf den zugigen Burgen, sondern auch vor Ungeziefer und Blicken schützen.
Ab dem 17. Jahrhundert entwickelten sich immer mehr verschiedene Betttypen, die bestimmten Anforderungen oder Vorstellungen entsprechen mussten, sodass man heute aus einer Vielzahl an unterschiedlichen Bettmodellen auswählen kann.